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1. Februar 2008, 11:45 Verfasst von Avatea
Der Tabula Rasa-Leitfaden für Arieki
Arieki unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von Foreas. Diese unwirtliche Welt vulkanischen Ursprungs verblüfft viele Menschen, die sie zum ersten Mal betreten - vor allem, wenn sie aus dem wunderschönen, üppig bewachsenen Foreas kommen. Große Gebiete von Arieki sind karg und rau, von zahlreichen aktiven Vulkanen und Rissen vulkanischen Ursprungs übersät. Tatsächlich ist ein Großteil der Oberfläche vulkanisch aktiv – Arieki ist ein Paradies für Vulkanologen. Neben riesigen Schichtvulkanen finden Besucher hydrothermale Schlote, unterirdische Lavaströme und brennende Gruben voller Teer oder anderer brennbarer Materialien.
Tagsüber erscheint der Himmel in einem ungesunden Grün und die Sicht kann wegen der dichten Atmosphäre am Boden, wo die Luft ständig von Flugasche und anderem ausgestoßenem Material verschmutzt wird, extrem schlecht sein. Giftgaswolken fegen über das Gelände und heftige elektrische Stürme stellen eine ständige Bedrohung dar. Der Grund für die zahllosen elektrischen Stürme scheint ein Metallerz mit dem Spitznamen „Fluxit“ zu sein, das die Erdkruste des Planeten durchzieht. Die Bane benutzen dieses Erz, um damit die Intensität ihrer Energiewaffen zu verstärken.
Trotz der Toxizität des Planeten enthält die Atmosphäre ausreichend Sauerstoff, um Leben zu erhalten - und bestimmte Lebensformen scheinen in dieser Umgebung sogar zu florieren. Die Flora besteht im Allgemeinen aus dornigem Gestrüpp. Die auf Arieki heimischen Geschöpfe sind durch die Bank zäh und gedrungen – und gehören hauptsächlich der Insektenwelt an. Die Fauna und Flora auf Arieki stellt einen hartnäckigen Überlebenswillen zur Schau und ist mit der interessanten Fähigkeit ausgestattet, die destruktiven Qualitäten ihrer Umgebung zu übernehmen. Wissenschaftler glauben jedoch, dass das Leben auf Arieki sich nicht auf natürliche Art und Weise entwickelt hat; eine Untersuchung enthüllte den riesigen Einschlagkrater eines Kometen, und dieses Ereignis wird als Wendepunkt in der Evolution von Arieki betrachtet.
Die auf Arieki ansässige intelligente Spezies hat sich ebenfalls nicht auf dem Planeten entwickelt. Die Brann wurden vor einiger Zeit von Ariekis Schwesterplaneten Erdas hierher transportiert ... als Insassen einer Strafkolonie. Die Führungsriege von Erdas sandte tausende Brann nach Arieki, wo sowohl kleine Wirtschaftskriminelle als auch Angehörige hart gesottener Verbrecherssyndikate ihre Zeit abbüßen mussten. Leider sind die Brann auf Arieki - nach dem Überfall der Bane auf Erdas - die letzten Überlebenden ihrer Art, und gehören samt und sonders einer von zwei Gruppen an: den Reformisten und den Syndikaten.
Während die Menschen sich mit den Brann zu verbünden beginnen, richten auch die Bane ihr Augenmerk auf Arieki. Bei den Brann kursieren Gerüchte über einen Eloh-Flüchtling, und es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Nachricht den Bane ebenfalls zu Ohren gekommen ist. Die Brann befinden sich außerdem in einer Art Dauerkonflikt mit den Atta, einer einheimischen Spezies mehrbeiniger ameisenartiger Geschöpfe, die einst in der Nahrungskette des Planeten ganz oben standen. Menschen müssen sich ihren Weg durch die verschiedenen Brann-Gruppen und -Untergruppen bahnen und dabei gleichzeitig die Bane bekämpfen – und manchmal gibt es keinen einfachen Ausweg ...
Die beiden am einfachsten zugänglichen Kontinente auf Arieki, die Mitglieder der AFS kennen müssen, sind Torden und Ligo. Torden, was so viel wie „Donner“ bedeutet, ist ein riesiges Gebiet westlich des gewaltigen Vulkans Mount Moeru. Große Teile von Torden sind vulkanisch aktiv und mit etlichen Magmarissen, brennenden Seen und Teergruben überzogen; Erdbeben und gefährliche elektrische Stürme gehören zum Alltag. In den weniger aktiven Gebieten gedeiht das Leben. Außerdem sollten AFS-Mitglieder Ligo, unweit von einem der magnetischen Pole Ariekis, nicht vergessen. Bei Nacht lässt ein Polarlichtbogen den Himmel erleuchten und ist selbst durch die Wolkendecke klar zu sehen. In vielerlei Hinsicht ähneln sich Ligo und Torden in ihrer Topographie und Geologie: Die zentrale Region beider Gebiete weist einen von vulkanischen Felsen übersäten massiven Riss mit breiten, schnellen Lavaströmen und wüstenartigen Ebenen auf. Die Bane haben auf beiden Kontinenten Ariekis Fuß gefasst, und das Blatt auf diesem Planeten zu wenden, wird alles andere als einfach werden. Kartographen teilen beide Kontinente in mehrere geographische Gebiete ein, von denen sechs leicht zugänglich sind.
In der Torden-Ebene steht die Operationsbasis der Menschen auf Arieki. Hier schließen Neuankömmlinge mit dieser neuen und so ungleich lebensfeindlicheren Umgebung intime Bekanntschaft. Unter den Einrichtungen befinden sich Fort Irendas (die Hauptniederlassung der Menschen) und die ehemalige Strafkolonie Irendas mit ihrer Infrastruktur, den riesigen Bauten, die die technologischen Errungenschaften der Brann erahnen lassen. Die Bane unterhalten eine militärische Präsenz, wenn auch keine besonders starke. Nördlich der Ebene befindet sich die Torden-Anhöhe, deren geologische Besonderheit darin besteht, dass sie keineswegs so aktiv ist wie der Großteil des Planeten. Verglichen mit dem Rest von Arieki verfügt die Anhöhe über eine biologische Vielfalt mit mannigfaltiger Vegetation und dient den Atta daher als natürlicher Lebensraum. Am stärksten ist die Bane-Präsenz in dieser Gegend im Südwesten, im Tordental. Die besonderen geologischen Merkmale dieses Tals umfassen mehrere brennende Seen, Teergruben und Schlammströme; außerdem ist das Gelände in dicken, giftigen Rauch eingehüllt. Da Fluxiterz in diesem Tal sehr einfach abgebaut werden kann, ist das Gebiet für die Bane auf Arieki besonders wertvoll.
Im tiefen Süden von Ligo liegt der Schmelztiegel, ein Gebiet, in dem die Lava in Kaskaden über riesige, von Westen nach Osten abfallende Riffe nach unten strömt. Die Brann unterhalten hier einen Sendeturm, deshalb ist die Gegend für die AFS strategisch von so großer Bedeutung, obwohl die Basis der Menschen in Fort Courage bei einem Überraschungsangriff der Bane unlängst dem Erdboden gleich gemacht wurde. Weit im Norden befindet sich die Ligo-Aschewüste, eine unfruchtbare und felsige Region mit schütterem Pflanzenwuchs. Die Siedlungen der Menschen und der Brann in diesem Gebiet befinden sich nach einem vor Kurzem erfolgten Vulkanausbruch im Wiederaufbau. Die Bane haben großes Interesse an dieser Region – weshalb, ist allerdings nicht bekannt. Genau im Zentrum des Kontinents befindet sich der Ligo-Donnerkopf. Er wird durch eine enorme tektonische Spalte gekennzeichnet, die von Osten nach Westen quer durch das Gebiet verläuft. Hier sind die Bane am stärksten vertreten. Hier planen sie ihre nächsten Schritte und führen zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch.
Kleine Einführung in die Fauna von Arieki
- Brann: Die Brann sind eine zweibeinige humanoide Spezies, die auf dem Planeten Erdas, Ariekis üppig bewachsenen, idyllischen Schwesterplaneten, heimisch ist. Sie teilen einige körperlichen Charakteristiken mit den Menschen und den Foreanern, doch ihre Haut ist hellblau, sie haben verlängerte Ohren und drei Finger bzw. Zehen. Vor langer Zeit gaben die Eloh die Kraft von Logos an die Brann weiter, die sie als Götter verehrten und große Begabung für die Beherrschung von Logos zeigten. Die Brann trachteten danach, die Gesellschaft der Eloh zu imitieren und strebten eine utopische Zivilisation des Lernens, der Weisheit und der spirituellen Ruhe an. Sie betrachteten unliebsame Emotionen, wie etwa Aggression und Gier, als destruktiv und verbannten Brann, die solche Tendenzen an den Tag legten, in Straf- und Umerziehungskolonien auf einer anderen Welt: Arieki. Während die geächteten Brann auf Arieki sich theoretisch durch Selbsterhalt und nutzbringende Zusammenschlüsse rehabilitierten (oder beim Versuch ums Leben kamen), konzentrierten sich die Brann auf Erdas auf ihre Utopie und auf das Erlernen von Logos.
Zum Unglück für die Brann wurden sie von einem Expeditionstrupp der Bane entdeckt. Da sie das Wissen der Brann über Logos als unmittelbare Bedrohung betrachteten, fielen die Bane schnell auf Erdas ein und rotteten die friedlichen Brann komplett aus. Man munkelt, dass ein paar versprengte Individuen es bis nach Arieki geschafft und Zuflucht in der Irendas-Kolonie gefunden haben sollen. Die Kolonie, deren Bewohner derzeit versuchen, sich in der Tradition der Brann (sie nennen sich „die Reformisten“) neu zu formieren, setzte sich aus Wirtschafts- und anderen Kleinkriminellen zusammen. Indessen revoltierten die hart gesottenen Kriminellen in der Staal-Gefangenenkolonie und gründeten mehrere autonome Syndikate. AFS-Mitgliedern wird empfohlen, mit beiden Gruppen der Brann zu kooperieren, doch die Syndikate scheinen den Feind eher anzugreifen und sind daher wahrscheinlich auf dem Schlachtfeld eine größere Hilfe.
- Atta: Die auf Arieki beheimateten ameisenähnlichen Atta bilden Kolonien, die sich aus Arbeiterinnen zusammensetzen. Sie stehen mit den anderen Bewohnern von Arieki in Konflikt (Brann, Menschen und Bane), da sie deren Vordringen auf dem Planeten, den sie als ihr Territorium betrachten, als Bedrohung nicht nur ihrer selbst sondern auch des Ökosystems, auf das sie angewiesen sind, sehen. Xenobiologen haben herausgefunden, dass die Atta wahrscheinlich für den Erhalt der Ökosysteme auf Arieki sowie die Bewohnbarkeit des Planeten verantwortlich sind. Die Atta greifen gelegentlich Siedlungen der Brann und der Menschen an und werden von diesen als Feinde betrachtet.
- Stachelzecke: Diese kleinen Kreaturen leben in Kolonien in und unter den Sandverwehungen von Arieki. Sie zermahlen Futter, um an Nährstoffe zu gelangen, und der hohe Mineralgehalt des Erdreichs von Arieki sammelt sich im Lauf der Zeit in ihren Körpern an. Dadurch ist die Stachelzecke in der Lage, Brocken dieser Substanzen in rasender Geschwindigkeit auszuspucken. Außerdem leben die Stachelzecken in einer symbiotischen Beziehung mit einer anderen auf Arieki heimischen Spezies, dem Strahlenrochen, auf den sie zum Töten großer Beute angewiesen sind.
- Strahlenrochen: Große Kreaturen, die träge knapp über der Oberfläche dahinschweben und ihre Beute auf einzigartige Weise erlegen. Strahlenrochen sammeln mit ihren langen, schlanken Schwänzen elektrische Energie ein und speichern diese im Muskelgewebe ihrer Rücken. Wenn ein Strahlenrochen angreift, schafft er eine Verbindung zwischen seinen Fortsätzen und richtet so einen starken elektrischen Impuls auf sein Ziel. Das Kauwerkzeug des Strahlenrochens eignet sich nicht zur Zerteilung großer Beutestücke, deshalb ist er auf die Stachelzecke angewiesen, um seine Beute in mundgerechte Happen zu zerkleinern.
- Geysirhüpfer: Diese Geschöpfe stehen ganz unten in der Nahrungskette von Arieki und spielen eine wichtige Rolle beim Erhalt des Lebens auf dem Planeten. Hüpfer ernähren sich von Bakterien und anderer organischer Materie, die man in der Nähe der vielen Geysire von Arieki findet. Als Nebenprodukt dieser Form der Ernährung erzeugen und speichern sie gasförmigen Sauerstoff und Wasserstoff, den sie bei ihrer steten Suche nach Nahrung dazu verwenden, sich von Ort zu Ort treiben zu lassen. Diese harmlosen Geschöpfe sorgen also nicht nur für Luft zum Atmen, sie dienen auch als ständige Nahrungsquelle für so gut wie alles andere Leben auf Arieki.
- Magmonix: Diese großen, haarlosen Vierbeiner haben sich zu einer territorialen, aggressiven Spezies entwickelt. Sie bewegen sich langsam und strecken den Kopf nach vorn, damit sie alles, was sie als Bedrohung ansehen, rammen können. Die Flanken eines Magmonix bestehen aus schwer gepanzerter Haut, die stellenweise wegen der enormen Hitze, der sie ausgesetzt sind, verkohlt sind. Bevorzugt leben sie in ausgesprochen heißen Gegenden wie Lavaströmen und anderen vulkanischen Gebieten. Sie sind extrem gefährlich und AFS-Mitglieder werden dazu angehalten es sich zweimal zu überlegen, diese Kreaturen anzugreifen.







